Ärzteeinkommen: enorme Unterschiede
Das Einkommensspektrum von Ärzten reicht von Topverdienern (meist Spezialisten) zu normal/vergleichsweise bescheiden bei Hausärzten (ohne Apotheke) bis zu lausig bei Assistenzärzten in gewissen Spitälern.Topverdiener unter den Ärzten verdienen bei vergleichbarer Belastung und Ausbildung 2-3 mal mehr als Hausärzte. Diese Unterschiede beruhen auf dem Tarif, der operative und apparative Tätigkeiten bevorzugt und dem Privattarif.
Ärzteeinkommen: nehmen kontinuierlich ab
Gemessen am Landesindex nehmen die Ärzteeinkommen stetig ab: sie können somit nicht die Ursache der zunehmenden Kostensteigerung sein. Vgl. Grafik.
Ärzteeinkommen: mit wem vergleichen?
Ärzte haben anerkanntermassen die längste Ausbildung, sehr unregelmässige (Notfalldienste) und extrem lange (Spitäler) Arbeitszeiten, eine belastende Tätigkeit und eine hohe Verantwortung (Menschenleben). mit welchem andern Beruf kann/soll diese Tätigkeit verglichen werden?
Ärzteeinkommen: bitte fair vergleichen.
Bitte erstens den buchhalterisch korrekten Vergleich zwischen selbständig- und nichtselbständig Erwerbenden machen. Das bedeutet: Arbeitgeberbeiträge AHV,-IV,-AL, Pensionskasse, UVG,Taggeldversicherung, fehlenden 13.monatslohn, usw. einberechnen/abziehen und 13.monatslohn und Kinderzulagen berücksichtigen. Bereits diese Selbstverständlichkeiten werden meistens mehrere 10'000 Franken ausmachen. Trotzdem wird das kaum je beachtet!
Selbstverständlich muss auch die überdurchschnittliche Arbeitszeit (inklusive Administration, Fortbildung, Bereitschaft zum Notfalldienst etc.) einberechnet und wegen der extrem langen Ausbildungszeit (=ca.1/3 eines "Arzterwerbslebens") sogar der durchschnittliche Lebensstundenansatz ermittelt werden.
Dazu ein konstruiertes aber durchaus realistisches Beispiel:
180'000 = 45.- pro Stunde: hätten Sie das gedacht?
