mednetbern - Hausärzte Netzwerk der Region Bern

Was dann? - langfristig sinnvolle Sparvorschläge im ambulanten Bereich (persönlich/Autor)

Was es vor allem - seit Jahren ! - braucht, ist ein Dialog, einen RUNDEN Tisch mit allen Beteiligten (Dies scheint jetzt unter Bundesrat D.Burkhalter endlich anzulaufen) um ein verbindliches und realisierbares Gesamtkonzept zu erarbeiten.

Sie finden hier meine persönlichen Vorstellungen und Vorschläge, wie bei gleichbleibender Qualität Kosten gespart werden könn(t)en. Sie sind bewusst persönlich gehalten, weil ein Konsens darüber kaum zu finden wäre und weil ich so in einer offenen und (selbst-) kritischen Formulierung frei bin. Ich beschränke mich auf den mir nahestehenden ambulanten Bereich und lasse die Sparmöglichkeiten im stationären Bereich aus, weil dies nicht meinen Kernkompetenzen entspricht. Um zu demonstrieren, dass die meisten Lösungsansatze bereits seit Jahren bekannt sind, gehe ich von einer Tabelle aus, die ich bereits 2004 auf meiner persönlichen Homepage publizierte und ergänze darauf lediglich, welche Forderungen (teilweise) erfüllt sind.

1 Schweiz-weit "echte, griffige" Hausarztmodelle,  ev.sogar obligatorisch teilw.
2 verbesserte eidgenössische Koordination der Spitzenmedizin nein
3 Lehre und Forschung in Hausarztmedizin fördern. Forschungsschwergewichte umlagern:  Praxisrelevanz, Notwendigkeit  (auch Unterlassen)  von  Massnahmen untersuchen, Pharma-Unabhängigkeit fördern. kaum
4 Prämienreduktion durch einkommensabhängige Entlastung von Franchise/Selbstbehalt/Prämien: ja
5 Prämienreduktion durch zweckgebundene, verbrauchergerechte Nikotinbesteuerung  nein
6

Krankenkassen: Administrationsaufwand
reduzieren, qualifizierteres Vorgehen bei Ärzteindex, keine Billigkassen, keine medizinischen Leistungen erbringen, Offenlegen der Verluste im Börsencrash, angemessenes Honorar der Spitzenfunktionäre.

nein
7 Politik: runder Tisch! Erarbeiten eines tragfähigen Gesamtkonzeptes. Keine blinden = kontraproduktiven !!! Hüftschüsse wie die Aufhebung des Vertragszwanges oder die Senkung der Labortarife. teilw.
8 Numerus clausus:  wenn überhaupt: dann mittels Sozialjahr, nicht Notendurchschnitt nein
9 Anreize für Ärzte: sofortige grundlegende Neugewichtung Tarmed im ursprünglichen Sinn. nein
10 Medikamente: Parallel-Importe sofort zulassen, Selbstdispensation alle Ärzte Schweiz, Generika-Zwang nein
11

Medien: Berichterstattung ausgeglichener. Keine einseitigen Heilanpreisungen. Kosten stets mitbeurteilen.

nein

Kontakt: meinerzhagen(at)hin.ch

Sie sind hier am Ende des Rundgangs durch die Gesundheitspolitik angelangt. Besten Dank für Ihr Interesse!
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