Sinnvolle Sparmöglichkeiten
| Mögliche Kosteneinsparungen bei Hausarztmodellen - Machen wir uns nichts vor: langfristig kann die Hausarztversicherung nur Erfolg haben, wenn die Prämienvergünstigung auch tatsächlich eingespart wird !!! Wir mednetbern Ärzte helfen gerne beim Sparen mit, wenn es sozusagen als Begleitprodukt einer qualitativ guten hausärztlichen Versorgung anfällt oder wenn es sich um wirklich unnötige Abklärungen/Therapien handelt. Der Grundgedanke der Hausarztsysteme besteht darin, dass eine gut koordinierte und umfassende Betreuung (unter anderem genügend Zeit für den Patienten) letztlich (meistens) Kosten spart; wir streben also eine Hausarzt-typiche Qualität an. (Wir sind auch nicht der Meinung, andere Ärzte könnten das nicht - aber wir sind von unserer Position her dazu prädestiniert) Wenn Sie genügend Vertrauen zu Ihrem Hausarzt haben und bereit sind, dabei wirklich mitzuarbeiten, haben Sie sich durch Ihr Verhalten Ihre Prämienvergünstigung verdient. |
Bereits die Vermeidung von Doppelspurigkeiten macht etwas aus. Diese einfachen Massnahmen führt gleichzeitig zu einer Qualitätsverbesserung; denken Sie zB. an das Risiko von Medikamenten-Interaktionen, wenn Patienen von unterschiedlichen Ärzten Medikamente erhalten.
Netzwerkärzte kennen die veranlassten totalen Kosten (ohne Netzwerk sind diese Zahlen nicht bekannt). Allein dieses Kostenbewusstsein scheint einen gewissen Steuerungseffekt zu haben. Die eigentliche Herausforderung wird aber darin bestehen, die zunehmend komplexeren Abklärungs- und Therapieabläufe so zu koordinieren und zu optimieren, dass sie besser, verträglicher und effizienter werden. Meist werden sie damit sozusagen als erwünschter Nebeneffekt auch wirtschaftlicher. Es ist aber auch denkbar, dass durch eine aufmerksame Diagnostik Situationen erkannt werden, die Folgebehandlungen und dadurch Folgekosten auslösen und die unerkannt momentan weniger kosten würden. In dieser Situation wird für uns die Qualität wichtiger sein. Schwierig wird die Frage sein, welche Untersuchungen nötig sind. Es gibt ganz klare Fälle; der Grauzonenbereich ist aber breit. Im Zweifel werden wir hier auf der vorsichtigen Seite agieren. Derartige Themen werden auch bei den Qualitätszirkeln diskutiert. Der Einsatz von Generika ist (mit begründeten Ausnahmen)selbstverständlich.
Wir können es auch so ausdrücken: wir mednetbern Arzte helfen gerne beim Sparen mit, soweit es durch Rationalisierung - das heisst bei gleicher oder besserer Qualität - möglich ist. Wir werden dort nicht mehr mitmachen, wo die Rationierung - das heisst: die besser oder schlechter versteckte Leistungsverweigerung - beginnt.
Wir sind der Ansicht, dass die Begrenzung an sich sinnvoller aber als zu teuer empfundener Massnahmen nicht auf die individuelle Stufe der Arzt-Patientbeziehung abgeschoben werden darf, sondern dass dafür die Veranntwortung auf einer höheren politischen Stufe wahrgenommen werden muss.
Ein Beispiel: die neusten bildgebenden PET - Geräte (Positronen Emissions Tomographie) sind nochmals enorm leistungsfähiger aber auch teurer. Es ist heute auf politischer Ebene sehr sorgfältig zu überlegen, ob und wie viele solcher Geräte in Bern installiert werden sollen. Sind sie aber einmal da, darf man dann nicht uns Ärzten den Vorwurf machen, wenn wir sie in ihrem Interesse gebrauchen.

