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Zur Grippe (Influenza)-Impfung: wenig Neues

 

Was nützt die Grippeimpfung?
Die Impfung ist ausschliesslich gegen die drei Grippeviren der Gruppe A wirksam, welche voraussichtlich im nächsten Winter auftreten. Sie vermag dabei die Symptome der Grippe (bis über 40 °C Fieber, Verschlechterung des Allgemeinzustandes) abzuschwächen, die virusbedingte Lungenentzündung zu verhindern und die Übertragungswahrscheinlichkeit zu verringern.Sie nützt  nicht gegen grippeähnliche „Erkältungen“ (38 bis 39 °C Fieber, weniger deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustandes) welche durch ähnliche aber andere  Erreger verursacht werden und auch nicht gegen eine allfällige Vogelgrippe.

Nebenwirkungen
sind relativ selten und bestehen in leichten lokalen Rötungen und Schmerzen sowie allenfalls leichten grippeähnlichen Symptomen.Die gelegentlich geäusserte Ansicht, dass eine Grippe nicht „auskuriert“ werden könne und deshalb länger verlaufe, wird durch wissenschaftliche Studien nicht unterstützt. Dasselbe gilt auch für die Meinung, dass durch die Impfung das Immunsystem geschwächt werde.


Offizielle Empfehlungen:
Entsprechend dieser Situation sind die offiziellen Empfehlungen zur Durchführung einer Grippeimpfung – unabhängig von der aktuellen Diskussion um eine allfällige Vogelgrippe – die gleichen geblieben. (In diesen Situationen sind die Kosten auch kassenpflichtig)

  • Menschen über 65 Jahre
  • Patienten mit chronischen Krankheiten
  • beruflich exponierten Patienten (z.B. Pflegeheimpersonal).

Klärendes zu Vogelgrippe und Tamiflu

Die Vogelgrippe ist momentan eine Tierkrankheit, die nur in seltenen Fällen – sehr enger Kontakt zu infizierten Vögeln – auf den Menschen übertragen wird.

Die potentielle Bedrohung besteht darin, dass sich bei einem Menschen, der sowohl von einer "gewöhnlichen" Grippe als auch von einer Vogelgrippe infiziert ist, die beiden Viren verbinden könnten. Dieses neue Virus würde dann die Gefährlichkeit der Vogelgrippe und die leichte Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch kombinieren und könnte entsprechend gefährlich sein. Gemäss heutigem (Un-)wissensstand wäre das Antibiotikum Tamiflu – innerhalb der ersten Stunden eingenommen - die beste Möglichkeit, diese Erkrankung zu bekämpfen. Ob man sich auf die 2 Millionen Dosen des BAG verlassen will oder lieber selbst eine relativ teure (ca. Fr. 80.-) Reserve anlegen will, ist letztlich eine persönliche Ermessensfrage.